Eine praktische Lesehilfe
Was steht auf der Packung?
Etikett lesen hilft Ihnen, Angaben auf Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln Schritt für Schritt zu verstehen. Sie erfahren, wo Sie Zutaten, Mengen und Bezugsgrößen finden und wie Sie diese miteinander vergleichen. Kurze Beispiele und ein Salzrechner unterstützen Sie beim Nachlesen zu Hause oder beim Einkauf.
So lesen Sie ein Etikett in 5 Schritten
- Bezeichnung suchen. Lesen Sie, wie das Lebensmittel auf der Verpackung bezeichnet wird. Die rechtliche Bezeichnung steht oft klein auf der Rückseite, nicht im großen Schriftzug vorne.
- Bezugsgröße prüfen. Achten Sie auf Angaben je 100 g, je 100 ml oder je Portion.
- Zutatenliste durchgehen. Lesen Sie die Reihenfolge, Mengenangaben und hervorgehobenen Zutaten.
- Zahlen zusammen lesen. Vergleichen Sie Menge, Einheit und Bezugsgröße.
- Aussagen einordnen. Lesen Sie zu einer hervorgehobenen Aussage auch die Erläuterungen und die übrigen Angaben auf der Packung.
Direkt zum Thema
- Nährwerttabelle Bezugsgrößen, Portionsangaben und Referenzmengen vergleichen.
- Zutatenliste Reihenfolge, Prozentangaben und Allergene lesen.
- E-Nummern Zusatzstoffe und ihre Funktionsbezeichnungen auf der Packung finden.
- Zucker erkennen Zuckerarten in der Zutatenliste und Angaben wie „ohne Zuckerzusatz“.
- Werbeversprechen Welche Begriffe festgelegt sind und welche nicht.
- Nahrungsergänzungsmittel Tagesdosis, Einheiten und Prozent der Referenzmenge auseinanderhalten.
- Salzrechner öffnen Natrium in Salz umrechnen, mit Tabelle auch ohne JavaScript.
Was auf jeder Fertigpackung stehen muss
Für vorverpackte Lebensmittel legt die europäische Lebensmittelinformationsverordnung fest, welche Angaben verpflichtend sind. Wer diese Liste kennt, findet sich auf jeder Packung schneller zurecht, egal wie bunt die Vorderseite gestaltet ist.
- die Bezeichnung des Lebensmittels,
- das Verzeichnis der Zutaten mit hervorgehobenen Allergenen,
- die Menge bestimmter Zutaten in Prozent, wenn sie besonders betont werden,
- die Nettofüllmenge,
- das Mindesthaltbarkeitsdatum oder bei leicht verderblichen Lebensmitteln das Verbrauchsdatum,
- gegebenenfalls besondere Hinweise zur Aufbewahrung und Verwendung,
- Name und Anschrift des verantwortlichen Lebensmittelunternehmens,
- in bestimmten Fällen das Ursprungsland,
- bei Getränken mit mehr als 1,2 Volumenprozent den Alkoholgehalt,
- die Nährwertdeklaration.
Zwei Daten, zwei Bedeutungen: „Mindestens haltbar bis“ nennt den Zeitpunkt, bis zu dem das Lebensmittel bei richtiger Lagerung seine typischen Eigenschaften behält. „Zu verbrauchen bis“ steht auf leicht verderblichen Lebensmitteln wie frischem Hackfleisch; nach diesem Datum sollen sie nicht mehr verzehrt werden.
Vorderseite und Rückseite
Die Vorderseite einer Packung ist für den ersten Eindruck gemacht: Bilder, große Schriftzüge, hervorgehobene Aussagen. Die Pflichtangaben stehen meist auf der Rückseite oder an der Seite. Beide Seiten gehören zusammen. Wer eine Aussage vorne liest, findet die Erklärung dazu fast immer hinten, in der Nährwerttabelle oder in der Zutatenliste. Lesen Sie deshalb zuerst die Rückseite und danach noch einmal die Vorderseite.
Wie diese Lesehilfe arbeitet
Die Seiten erklären, was die Angaben bedeuten und wie man sie vergleicht. Sie nennen keine Hersteller, vergeben keine Noten und sagen nicht, welches Produkt das beste ist. Das hängt davon ab, was Ihnen wichtig ist. Mit den Werkzeugen hier können Sie diese Frage an der Packung selbst beantworten.
Mehr über dieses Angebot · Weiter zum Salzrechner mit Umrechnungstabelle